Es ist gar nicht so einfach eine klare Design-Linie zu finden. Einerseits möchte ich, dass meine App nicht nach 0815-Standard-Weiss-Grau aussieht, andererseits soll die Farbkombination dennoch professionell aussehen und vor allem benutzerfreundlich sein. Um der App einen Wiedererkennungswert (Personalität) zu verleihen tendiere ich zu Farben, die ein Klavier / Flügel suggeriert.

Wie die Farben in die aktuelle Version der App (Februar 2017) umgesetzt wurden zeigen die Playthrough’s des momentanen Funktionsumfangs. Hierfür blicke ich nun auf die zwei Bestandteile der App, an denen in diesem Monat aktiv gearbeitet wurde: Die Stück-Hinzufügen-Funktion und der Übe-Zeit-Recorder.

Stücke Hinzufügen

In diesem Walkthrough wird zum ersten Mal ersichtlich, inwiefern der Server (MySQL-DB) innerhalb der App genutzt wird. Der User tippt erst den Namen des Komponisten ein und erhält dabei in Echtzeit und blitzschnell beim Tippen bis zu zehn Vorschläge. Wählt der Nutzer einen Komponisten aus, wird der Scope (Fokus) direkt in das neue Suchfeld gesetzt. Nun sucht der User nach dem eigentlichen Stück. Hierbei erhält er wieder bis zu zehn Vorschläge. Enthält ein Werk Sätze, werden diese ebenfalls unter dem Werktitel dargestellt.

Klickt man auf ein Werk, werden alle Sätze des Stücks (wenn vorhanden) ersichtlich. Der Nutzer kann nun angeben welche Sätze er übt (eines oder mehrere). Um den Wiedererkennungswert der App zu steigern habe ich hierbei extra Noten als Checkmarks angefertigt – eine kleine Spielerei, die den Nutzer im besten Falle sogar amüsieren könnte.

Nachdem das Stück zur Übeliste hinzugefügt wurde, wird der User zum Stück-Dashboard weitergeleitet. Dort sind alle ausgewählten Sätze (wenn vorhanden), sowie Informationen zum Werk aufgelistet. Er kann sich ausserdem alle Sätze anzeigen lassen, die aktuell nicht geübt werden (im nächsten Update wird das Verwalten (Löschen / Hinzufügen) von Sätzen der Übeliste möglich sein).

Nun ist man nur noch einen Klick vom Übe-Zeit-Recorder entfernt: Satz auswählen uns los gehts!

Naja, fast. Denn grossen Wert habe ich auch auf die Navigation innerhalb der Komponente gelegt. Man kann einfach zwischen Stückdashboard, Stückauswahl, Komponistenauswahl hin und her navigieren. Die Vorschläge bleiben erhalten um schnelles Stöbern zu ermöglichen und umständliches Wiederholen von Suchbegriffen zu vermeiden. Wechselt man jedoch den Komponisten, werden die Stückvorschläge natürlich zurückgesetzt, da diese noch zum vorherigen Komponisten gehören. „Probleme“ wie diese konnte ich nicht vorausplanen: Solche suboptimalen Erfahrungen macht man erst beim Nutzen der eigenen App.

Übe-Zeit-Recorder

Die Oberfläche dieser Komponente mag simple erscheinen, war jedoch tatsächlich ziemlich tricky, da ich alle Bestandteile selbst programmiert habe (keine Nutzung von Plugins o.Ä.). Vor allem das Star-Rating war eine Herausforderung aufgrund der zusammenhängenden, horizontalen Verhältnisse zwischen den Stern-Icons.

Der Recorder ist in dieser ersten Version auf ein lineares Nutzerverhalten ausgelegt:

  1. Stück (ggf. Satz) auswählen
  2. Timer starten / stoppen
  3. Stück Bewerten

Wie sich später herausstellen wird, ist dieses Vorgehen auf den ersten Blick logisch, schränkt den Nutzer jedoch stark ein. Ein paar Anregungen (die im nächsten Update behandelt werden): Was passiert, wenn ich mehrere Stücke pro Session übe – wie kann ich diese auswählen? Was ist, wenn ich im Voraus noch nicht weiss, welche Stücke ich genau üben möchte? Wie minimiere ich den Nutzeraufwand in der kritischen Phase (Einschalten des Smartphones bis zum eigentlichen Üben)?

Bereits gut gelöst wurden meiner Meinung nach die Interaktionen mit dem Timer. Wenn der User den Recorder stoppt, wird die Bewertungssektion direkt angezeigt, ohne unnötigen Zwischenschritt. Beim Drücken des Reset-Buttons wird erneut nachgefragt, um versehentliches Tippen und somit einen ungewollten Übezeit-Reset (der in grossem Frust resultiert) zu vermeiden. Ist dieser gewollt, wird die Bewertungssektion direkt wieder ausgeblendet (weil: nicht mehr relevant) und der Timer direkt gestartet (kein unnötiger Zwischenschritt zum erneuten Starten des Timers).

Ich bin sehr gespannt, wie sich das Design der App noch entwickeln wird. Das nächste Update wird grosse Neuerungen und Änderungen mit sich bringen… Hoffentlich kann ich mich demnächst auch auf ein Logo festlegen…

Dazu mehr im nächsten Blogpost!