DIE IDEE

UX-Design nicht nur visuell, sondern auditiv!

Auditive Elemente können die UX stark beeinflussen, negativ als auch positiv. Der Nutzer ist sich an visuelle Reize und Informationsübertragung gewöhnt (Bilder, Diagramme, dekorative Formen etc.). Durch eine Erweiterung um auditive Elemente (Notification-Sounds, LVL-Up Souds etc.) kann der Nutzer noch immersiver erreicht werden.

Negativ-Beispiel aus früherer Zeit

Heutzutage beziehen sich UX-Designer hauptsächlich auf visuelle Elemente und lassen auditive Elemente meist aussen vor. Zu Anfängen des World-Wide-Webs hatten sich deutlich mehr Sound-Effekte und Audio-Elemente auf Webseiten finden lassen. Diese sind jedoch in Verruf geraten, da Nutzer genervt waren von langen Ladezeiten und lästigen Effekten.

(Das Video zeigt eine der damaligen Flash-basierten Webseiten, welche Animationen und Audio-Effekte zum vollen Mass nutzt – aus  heutiger Sicht total überladen, nervig, abstossend => Negativ-Beispiel)

Die Reichweite und Stärke des auditiven Reizes ist dem visuellen überlegen (z.B. muss der Nutzer bei einer Benachrichtigung nicht aufs Handy schauen um den Benachrichtigungston wahrzunehmen). Anders als die visuellen Elemente auf dem Display des Smartphones dringen auditive Elemente in den persönlichen Raum des Nutzers ein. Diese Überlegenheit ist mit Vorsicht zu geniessen: Ist die UX mit Audio-Effekten und Tönen überladen, wendet sich der User ab und deinstalliert die App.

Anwendungsabsichten Apphoven

Da Apphoven eine musikalisch ausgerichtete Applikation ist, scheint die Integration von Audio-Elementen in die App ein spannendes Experiment zu sein. Derzeit experimentiere ich mit kurzen Sound-Clips, welche beim LVL-Up (Level-System Apphoven) abgespielt werden können. Derzeitige Schwierigkeiten:

  • Eine auditive Sprache (Konsequenz) finden. Genau wie im Visuellen muss auch im Auditiven ein umfassendes Konzept bestehen (verschiedene, ausgefallene Sounds können genauso ablenkend sein wie kunterbunte Farben- und Typographiekombinationen.
  • Ein Gleichgewicht zwischen Unterhaltung und Nutzen finden. Wie lang darf der Sound-Clip sein? Wie schlicht muss er sein um nicht zu nerven, wie ausgefallen um zu unterhalten/motivieren?

LVL-Up Sound Entwicklung

Ich habe mit einer simplen Melodie angefangen und diverse Einstellungen vorgenommen und Effekte hinzugefügt. Ich wollte ein Gefühl für das Arbeiten mit der Software (Cubase 8) bekommen und mir erste Resultate / Entwürfe anhören.

Als nächstes werde ich meine Ideen und Entwürfe konkretisieren und auf das LVL-System abstimmen. Für mich ist klar, dass die LVL-Up Sounds jedoch folgende Kriterien erfüllen sollen:

  • Einheitlich
  • Sich von Level zu Level steigernd
  • Sounds angelehnt an das Klavier (Klavier-Töne)
  • Vermitteln von Erfolg